
Unter Föhn versteht man einen warmen und trockenen Fallwind, der Sturm- oder sogar Orkanstärke erreichen kann.
Eine Föhnlage entsteht häufig im Vorfeld einer Kaltfront, die sich aus Westen den Alpen nähert. Milde, aber recht feuchte Luft wird dann vom Mittelmeer zu den Alpen geführt. In den unteren Schichten trifft die Luft auf das Gebirge und wird zum Aufsteigen gezwungen. Feuchte Luft kühlt sich beim Aufsteigen mit etwa 0,6 Grad pro 100 Meter ab. Dabei bilden sich Wolken und die Feuchtigkeit regnet ab. Ein Teil der Regenwolken erreicht noch den Alpenhauptkamm; man erkennt ihn oft als so genannte Föhnmauer. Die auf der Nordseite der Alpen absinkende Luft erwärmt sich trockenadiabatisch und erreicht dadurch ein deutlich höheres Temperaturniveau. Die trockene Luft erwärmt sich mit etwa 1 Grad pro 100 Meter. Die Luftmassen werden also deutlich mehr erwärmt, als sie sich beim Aufstieg abkühlen konnten. Der daraus resultierende Fallwind ist der Föhnwind. Durch die Wellenbewegungen im Föhnwind entstehen die bekannten Föhnwolken (Lenticularis).
Bekannt ist der Föhn bei uns vor allem in den Alpen, wo er mit sehr warmer und trockener Luft je nach Windrichtung auf der Alpennord- oder auf der Alpensüdseite in die Täler einfällt. Föhn gibt es aber nicht nur in den Alpen, auch an den meisten anderen Gebirgen auf der Welt. Auch in Norddeutschland gibt es manchmal Föhn, ausgelöst durch das norwegische Gebirge.
Für Föhn gelten die gleichen Richtlinien wie für "normalen" Wind.
Föhn kann in Böen Sturm- oder Orkanstärke erreichen und die mit diesen Windstärken verbundenen Auswirkungen haben. (siehe Beaufort-Tabelle)
Die EWC Auskünfte und Gutachten für Wind und Sturm[1] helfen Ihnen bei der Auswertung der Wetterlage. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne unter zur Verfügung! Fragen Sie uns an.