
Hagel ist Niederschlag meist in Verbindung mit Gewittern. Er besteht aus durchsichtigen bis undurchsichtigen Eiskugeln oder Eisstücken mit einem Durchmesser von 5 -50 mm, manchmal sogar bis 100 mm.
In Cumulonimbuswolken (Gewitterwolken) mit starken Aufwinden können recht schwere Niederschlagspartikel gegen die Schwerkraft in der Luft gehalten werden. Die einzelnen Teilchen werden dabei unter Umständen mehrmals nach oben transportiert. Dabei fangen sie immer wieder unterkühltes Wasser ein, gefrieren und tauen beim Fallen wieder an. Sind die Eiskugeln zu schwer oder lässt der Aufwind nach, fallen sie aus der Wolke. Ihre Größe verhindert jedoch, dass sie auf dem Weg nach unten vollständig schmelzen. Auf der Erde treffen sie dann als Hagel auf. Hagelkörner können einen Durchmesser von über 10 cm erreichen. Ein Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von 25 m/s (gegen 100 km/h). Damit können sie umfangreiche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Gewächshäusern, Gebäuden und Fahrzeugen anrichten. Gebiete mit erhöhter Hagelgefahr sind dort zu suchen, wo konvektive Niederschläge durch orographische Einflüsse verstärkt werden: Hügellandschaften und Abhänge von Gebirgen.
Hagel tritt häufig in Zusammenhang mit Sturm und Starkregen auf. Neben der Dauer des Hagelereignisses hängt der Umfang des angerichteten Schadens wesentlich von der Energie der einzelnen Hagelkörner ab. Modellrechnungen ergeben z.B. für ein Hagelkorn mit 4,5 cm Durchmesser eine Fallgeschwindigkeit von 110 km/h und ein Gewicht von 43 g. Ein solches Hagelkorn verursacht z.B. auf einer Motorhaube eine Delle mit einer Tiefe von ca. 0,5 mm. Vor allem im landwirtschaftlichen Bereich entstehen durch Hagel immer wieder Schäden in Millionhöhe an Gebäuden und Kulturen.
EWC bietet neben Auskünften und Gutachten bei Hagel[1] auch Hagelstatistiken[2] . Wir nehmen uns Ihrem Schadenproblem an und stehen für weitere Informationen gerne unter zur Verfügung!