
Niederschlag ist flüssiges oder festes Wasser, das von Wolken ausgeschieden wird. Man differenziert zwischen aufgrund ihrer Schwerkraft fallenden Niederschlägen, wie z. B. Regen, Schnee, Eiskörner und Hagel, und abgesetzten Niederschlägen, z. B. Tau, Reif, Raureif, Glatteis, Nebel und Eisnebel. Bei abgesetzten Niederschlägen kann der in der Luft enthaltene Wasserdampf direkt am Boden oder an Gegenständen kondensieren bzw. sublimieren oder Wolkentropfen lagern am Boden oder Gegenständen an.
In aufsteigender, sich abkühlender Luft kommt es zur Kondensation von Wasserdampf, aus dem sich Wolkentröpfchen bilden. In Höhen mit Temperaturen zwischen –10°C und –15°C bilden sich aus den unterkühlten Wassertröpfchen Eiskörnchen. Weitere Wolkentropfen la-gern sich daran an und gefrieren - das Eispartikel wird schwerer und fällt auf die Erde zu-rück. Auf seinem langsamen Weg nach unten verbinden sich weitere Wasserpartikel mit den Eisteilchen und es beginnt wieder zu tauen. Aus dem Eis- oder Graupelkorn wird ein Regentropfen. Niederschlag tritt in fester Form, als Schnee, Graupel oder Hagel, und flüssig als Regen und Nieselregen auf. Man unterscheidet drei Niederschlagstypen:
Der Zustand der Atmosphäre bestimmt die Art der Niederschläge.
Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der verschiedenen Niederschlagstypen:
| Niederschlagsart | Durchmesser in mm | Fallgeschwindigkeit in m/s |
|---|---|---|
| Sprühregen/Nieselregen | 0,1 - 0,5 | 0,25 - 2,0 |
| Regen | 0,5 – 5 | 2,0 - 9,0 |
| Eisnadeln | 1,5 | 0,5 |
| Schneesterne | 1 – 5 | 0,3 - 0,7 |
| Schneeflocken | 10 – 30 | 1,0 - 2,0 |
| Graupel | 1 – 5 | 1,5 - 3,0 |
| Hagel | 10 – 30 | größer als 5,0 |
Unter Starkregen versteht man nach der Definition von Weischet (1988):
| Niederschlagsmengen | Dauer |
|---|---|
| 5 l/m² | in 5 Min. |
| 7 l/m² | in 10 Min. |
| 10 l/m² | in 20 Min. |
| 12 l/m² | in 30 Min. |
| 16 l/m² | in 60 Min. |
| 24l /m² | in 120 Min. |
Hochwasser nach kräftigen Niederschlägen richtet immer wieder große Schäden an. Früher trat es verstärkt nach Tauwetter oder bei starken, örtlich begrenzten Gewitterschauern auf. In den letzten zwanzig Jahren verzeichnet man jedoch mehr und mehr Hochwasserereignisse, die auf eine Intensivierung der Niederschlagsmenge und Zunahme der -häufigkeit zurückzuführen sind. Auch spielen frontale Niederschläge neben lokalen Gewittern zunehmen eine wichtige Rolle. So führte die ungünstige Konstellation von Tiefdruckgebieten zu den katastrophalen Starkregenereignissen, die das Oder- (1998), Elbe- und Donau-Hochwasser (2002) entstehen ließen.
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