| Sichtverhältnisse und Nebel
Was versteht man unter Sichtweite bzw. Nebel?
Sichtweite: Als Sichtweite bezeichnet man die
größte Entfernung, bis zu der ein Gegenstand in
annähernd horizontaler Richtung bei normalen
Beleuchtungsverhältnissen gerade noch deutlich erkennbar
ist.
Nebel: Tritt Kondensation bei feuchtgesättigter
Luft ein, so spricht man von Nebel. Nebel wird auch als am Boden
aufliegende Wolke definiert.
Wie entsteht Nebel?
Sichtweite: In der Luft sind fast immer sehr kleine
feste oder flüssige Teilchen vorhanden, deren Dichte stark
schwankt. Dadurch werden eine verschieden starke Trübung der
Luft und damit gute oder schlechte Sichtverhältnisse
verursacht. Für die Bestimmung der Sichtweite werden
Sichtmarken benutzt. Ein Sichtmarkenplan liegt an jeder
Wetterbeobachtungsstation aus. Bei Dunkelheit dienen
künstliche Lichtquellen in bekanntem Abstand vom
Beobachtungsort zur Ermittlung der "Feuersichtweite". Die besten
Sichtverhältnisse herrschen nach Kaltlufteinbrüchen und
bei Föhnlagen. Die Sichtweite schwankt je nach Wetterlage
zwischen einigen Metern (Nebel) und über 50 km. c
Nebel: In Abhängigkeit von der Temperatur kann
Luft bis zu vier Volumen-Prozent (das sind bis zu 30 Gramm pro
Kubikmeter) Wasserdampf, also Wasser als unsichtbares Gas
aufnehmen. Diese jeweilige maximale Wasserdampfmenge nennt man
Sättigungsfeuchte. Wird mehr Wasser in die Luft hinein
verdunstet oder wird die Luft so weit abgekühlt, dass sie
die vorhandene Feuchte nicht mehr in Dampfform halten kann, dann
wird die überschüssige Menge als Wasser ausgeschieden.
Sie kondensiert an kalten Flächen als Tau oder Schwitzwasser
und in der Luft als Dunst oder Nebel.
Damit Wasserdampf in der Luft kondensieren kann, müssen
kleinste Partikel, so genannte Kondensationskeime, vorhanden
sein. Meist sind dies Salzkristalle. Feuchter Dunst herrscht dann
vor, wenn diese Kondensationskerne durch Aufnahme von Wasser
gequollen sind. Es gibt Nebel, wenn die an den gequollenen
Kondensationskernen entstandenen feinsten Wassertröpfchen in
so großer Zahl (etwa fünf Gramm pro Kubikmeter)
vorhanden sind, dass die Sichtweite unter 1000 Meter sinkt.
Je nach Entstehungsart spricht man von folgenden
Nebelarten:
|  |  | Strahlungsnebel: Wenn in der Nacht die Temperatur
wegen Abstrahlung unter den Taupunkt fällt, tritt
Kondensation ein. |  | Advektionsnebel: Wird warme, feuchte Luft über
eine kühle Unterlage geschoben, kann Kondensation
eintreten. |  | Orographischer Nebel: Strömt feuchte Luft
über einen Hang aufwärts und wird dabei auf den
Taupunkt abgekühlt, entsteht Nebel |  | Mischungsnebel: Wenn kalte Luft mit warmen nassen
Oberflächen in Berührung kommt, kann Nebel
entstehen. |
Nebel hat eine selbsterhaltende Wirkung. Nebel besitzt eine
sehr hohe Albedo, d. h. bis zu 90% der eintreffenden Energie
werden zurückgeworfen. Damit steht nur noch ein kleiner
Restbetrag für die Erwärmung und damit zur
Auflösung des Nebels zur Verfügung
Richtlinien für die Sichtweite bei Nebel
| Sichtweite | Beschreibung | | 50 m | sehr dichter, dicker Nebel | | 200 m | dichter, starker Nebel | | 500 m | mäßig dichter, mäßiger Nebel | | 1 km | leichter, dünner Nebel | | 2 km | sehr starker Dunst, diesig | | 4 km | starker Dunst, schwach diesig | | 10 km | mäßiger Dunst, mäßige Sicht | | 20 km | mäßig gute Sicht | | 50 km | sehr gute Sicht | | über 50 km | außergewöhnlich gute Sicht |
Wie entsteht ein Schaden durch Nebel oder
Sichtbehinderungen?
Schäden bei Nebel entstehen in erster Linie durch die
eingeschränkte Sichtweite, können allerdings auch bei
überfrierendem Bodennebel und der damit verbundenen
Glätte auftreten.
EWC-Dienstleistungen zu Niederschlag
EWC bietet Auskünfte und Gutachten bei
Nebel und Sichtbehinderungen. Für weitere
Informationen stehen wir Ihnen gerne unter zur Verfügung! Fragen Sie uns an.
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