
Sichtweite: Als Sichtweite bezeichnet man die größte Entfernung, bis zu der ein Gegenstand in annähernd horizontaler Richtung bei normalen Beleuchtungsverhältnissen gerade noch deutlich erkennbar ist.
Nebel: Tritt Kondensation bei feuchtgesättigter Luft ein, so spricht man von Nebel. Nebel wird auch als am Boden aufliegende Wolke definiert.
Sichtweite: In der Luft sind fast immer sehr kleine feste oder flüssige Teilchen vorhanden, deren Dichte stark schwankt. Dadurch werden eine verschieden starke Trübung der Luft und damit gute oder schlechte Sichtverhältnisse verursacht. Für die Bestimmung der Sichtweite werden Sichtmarken benutzt. Ein Sichtmarkenplan liegt an jeder Wetterbeobachtungsstation aus. Bei Dunkelheit dienen künstliche Lichtquellen in bekanntem Abstand vom Beobachtungsort zur Ermittlung der "Feuersichtweite". Die besten Sichtverhältnisse herrschen nach Kaltlufteinbrüchen und bei Föhnlagen. Die Sichtweite schwankt je nach Wetterlage zwischen einigen Metern (Nebel) und über 50 km. c
Nebel: In Abhängigkeit von der Temperatur kann Luft bis zu vier Volumen-Prozent (das sind bis zu 30 Gramm pro Kubikmeter) Wasserdampf, also Wasser als unsichtbares Gas aufnehmen. Diese jeweilige maximale Wasserdampfmenge nennt man Sättigungsfeuchte. Wird mehr Wasser in die Luft hinein verdunstet oder wird die Luft so weit abgekühlt, dass sie die vorhandene Feuchte nicht mehr in Dampfform halten kann, dann wird die überschüssige Menge als Wasser ausgeschieden. Sie kondensiert an kalten Flächen als Tau oder Schwitzwasser und in der Luft als Dunst oder Nebel.
Damit Wasserdampf in der Luft kondensieren kann, müssen kleinste Partikel, so genannte Kondensationskeime, vorhanden sein. Meist sind dies Salzkristalle. Feuchter Dunst herrscht dann vor, wenn diese Kondensationskerne durch Aufnahme von Wasser gequollen sind. Es gibt Nebel, wenn die an den gequollenen Kondensationskernen entstandenen feinsten Wassertröpfchen in so großer Zahl (etwa fünf Gramm pro Kubikmeter) vorhanden sind, dass die Sichtweite unter 1000 Meter sinkt.
Je nach Entstehungsart spricht man von folgenden Nebelarten:
Nebel hat eine selbsterhaltende Wirkung. Nebel besitzt eine sehr hohe Albedo, d. h. bis zu 90% der eintreffenden Energie werden zurückgeworfen. Damit steht nur noch ein kleiner Restbetrag für die Erwärmung und damit zur Auflösung des Nebels zur Verfügung
| Sichtweite | Beschreibung |
|---|---|
| 50 m | sehr dichter, dicker Nebel |
| 200 m | dichter, starker Nebel |
| 500 m | mäßig dichter, mäßiger Nebel |
| 1 km | leichter, dünner Nebel |
| 2 km | sehr starker Dunst, diesig |
| 4 km | starker Dunst, schwach diesig |
| 10 km | mäßiger Dunst, mäßige Sicht |
| 20 km | mäßig gute Sicht |
| 50 km | sehr gute Sicht |
| über 50 km | außergewöhnlich gute Sicht |
Schäden bei Nebel entstehen in erster Linie durch die eingeschränkte Sichtweite, können allerdings auch bei überfrierendem Bodennebel und der damit verbundenen Glätte auftreten.
EWC bietet Auskünfte und Gutachten bei Nebel und Sichtbehinderungen[1] . Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne unter zur Verfügung! Fragen Sie uns an.